2008

Festungstage 2008 - Nachlese

„Donnerlitchen – hier wird ja was geboten!“

Das war die beeindruckende Äußerung eines Teilnehmers, der mit anderen Kanonieren aus Triebes in Thüringen den weitesten Anmarsch hatte. Und so war es auch: Über 80 Teilnehmer in historischen Gewändern - ob Uniform oder in Zivil – erfreuten die zahlreichen Zuschauer bei herrlichstem Wetter. Die Sonne und die Gesichter strahlten um die Wette.

Nach dem Morgennebel am Sonnabend sorgten die 8 Kanonen und Haubitzen, besser Böllergeschütze, aus Uelzen / Niedersachsen, Wismar / Mecklenburg -Vorpommern, Dresden/Sachsen, Triebes/Thüringen, Fehrbellin/Brandenburg für den notwendigen Pulverdampf. Unterstützt wurden sie diesmal durch das Hamburger Böllerregiment.

Gegen Mittag rumorte es in vielen Bäuchen, aber da konnte die vorzügliche Erbsensuppe mit dicker Einlage aus der aufgefahrenen Feldküche der Johanniter für Abhilfe sorgen. Neben dem köstlichen Mahl erhielten die Gäste der Festung auch durch eine mitgebrachte Ausstellung einen Überblick über die Feldrationen und die Beförderung der Verpflegung in der damaligen Zeit. Hier wollten und konnten die uniformierten Teilnehmer mithalten, denn an beiden Tagen wurde die persönliche Ausrüstung des Soldaten der deutschen Kaiserzeit exzellent vorgestellt und erklärt. Und auch die Frage: Wer trug denn was? Wurde bei den stündlichen Uniformvorstellungen beantwortet.

Daneben wurden einige spezielle Waffengattungen in stehenden Bildern vorgestellt, so der MG-Trupp der Garde-MaschinengewehrabteilungNo.2 und der Landungstrupp des Kreuzers SMS BUSSARD, welcher sogar am Elbstrand „anlandete“. Für die Kavallerie und die zahlreichen Säbel & Degenträgen fand eine Vorstellung und Vorführung des studentischen Fechtens statt, damit noch die letzte persönliche Lücke erkannt werden konnte. Zahlreiche Einzelteilnehmer aus dem In- und Ausland rundeten das Bild ab. In besonderem Maß half allen die versierte und pointierte Moderation des Festungsbauoffiziers aus der Zitadelle Spandau und dem Fort Hahneberg, welcher hier zum 3. Male das Mikrophon führte. Viele historische und uniformkundliche Fachgespräche konnten geführt werden. Bei einigen Zuschauern wurde das Interesse an der „lebendigen Geschichte“ im militärisch und zivilen Bereich geweckt und einige machten gleich mit.

Alle hatten Spaß und viel Freude an dem Eintauchen in die Vergangenheit und viele erkannten: Hier wollen wir uns wiedertreffen, am 1. Maiwochenende 2009 bei den 4. Festungstagen.

Die RAG Festung Grauerort und der Förderverein bedanken sich bei allen Mitwirkenden, Helfenden, Machenden und natürlich bei allen Besuchern.

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